

Von Torsten Heinke
Seinen 54. Geburtstag würde Klaus Maletzki, Torwart-Trainer des Handball-Landesligisten VfS Warstein, am liebsten so schnell wie möglich aus seinem Gedächtnis streichen.Maletzki war hautnah dabei, als die Warsteiner bei der dritten Mannschaft des VfL Eintracht Hagen sang- und klanglos mit 27:37 (15:18) untergingen und damit – eine Woche nach dem 27:29 beim Tabellenführer HTV Sundwig/Westig – die zweite Niederlage in Folge kassierten.
Darüber ärgerten sich nicht nur die Spieler und die mitgereisten Fans des VfS, sondern allen voran Trainer Michael Schorlemer, der nach dem Debakel – man muss es so klar und deutlich sagen – einige deutliche Worte im Gespräch mit unserer Zeitung fand: „Es ist genau das eingetreten, wovor ich eindringlich gewarnt hatte. Nach so zwei Spielen gegen Lemgo und Sundwig/Westig war die Spannung einfach nicht da heute. Die Einstellung hat überhaupt nicht gestimmt. Wir haben uns hier abschlachten lassen. Das darf uns in dieser Art und Weise nicht passieren. Der Gegner hat so gespielt, wie wir es eigentlich vor hatten.“
Bis zum 4:4 war aus VfS-Sicht noch alles im grünen Bereich, doch danach nahm das Unheil seinen Lauf. In der Folgezeit gelangen den Gastgebern unglaubliche sieben Tore in Folge zum 11:4. Den Warsteinern stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Immerhin hielt man das Ergebnis zur Pause in einem noch einigermaßen erträglichem Rahmen (15:18). Direkt nach dem Seitenwechsel verkürzte Boban Ristovic in Überzahl sogar auf 16:18, dieses Kunststück gelang auch Lars Schorlemer kurz danach noch einmal zum 17:19. Warstein schien wieder im Spiel zu sein, doch leistete sich anschließend wieder zu viele leichte Fehler, die Hagen mit konsequentem Tempospiel gnadenlos bestrafte und Tor um Tor davonzog – von 25:20 über 28:21 auf 31:21. Der Drops war spätestens bei letztgenanntem Spielstand gelutscht. Michael Schorlemer nutzte die restlichen Minuten, um ein wenig zu experimentieren.
Schorlemer: „Ich wollte die erfahrenen Leute nicht verheizen. Mir war eh klar, dass wir dieses Spiel nicht mehr gewinnen können. Ich bin sehr enttäuscht darüber. Das habe ich der Mannschaft nach dem Spiel auch so mitgeteilt.“
VfS Warstein: Hölter, Petig; Gericke (2), Schorlemer (7), Cramer, Ristovic (8), Furmaniak (3), Sobkowiak (2), Aslan (3), Grunwald, Schmitt, Manderfeld, Mues (2).



