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Von Bernd Grossmann

Mit zwei Punkten Vorsprung auf RE Schwelm und sogar vier Zählern auf den vermeintlichen Titelhauptkonkurrenten (und ersten Gegner im neuen Jahr) geht der Landesliga-Spitzenreiter HTV Sundwig/Westig in die Winterpause. Die letzte Aufgabe des Jahres hatte Pflichtcharakter, denn für Schlusslicht HSE Hamm II ging es im Grohe Forum nur darum, die zu erwartende Niederlage in Grenzen zu halten. Das gelang mit dem 27:36 auch, denn die Schützlinge von Spielertrainer Sven Heinlein verstanden es geschickt, die Hausherren einzuschläfern und in deren Kunstpausen eigene Akzente zu setzen. Über 6:3 zog der HTV zwar auf 16.10 davon, wirklich begeistern konnte er das Publikum (inklusive Landrat und drei Bürgermeistern) jedoch nicht, weil die Anzahl technischer Fehler und schwacher Anspiele einfach zu hoch war. Trainer Arnd Wefing konnte es sich dennoch leisten. Seinem Stammpersonal Auszeiten zu gönnen. Dabei brachten Serafin und Köck frischen Wind ins Spiel und erzielten in Durchgang zwei elf der 20 Treffer.

Der TV Westfalia Halingen verharrt nach dem unglücklichen 32:33 gegen den TV Arnsberg auf einem Abstiegsplatz. „Wir hatten im Endeffekt einfach zu viele Ausfälle“, meinte ein enttäuschter Christoph Gutzeit und bezog sich dabei auf die angeschlagenen Strotkötter und Bichmann, vor allem aber auf den nach zweifachem Zehenbruch fehlenden Spielmacher Warland. So lag viel Last auf Torjäger Ammelt, der von seinem Arnsberger Pendant Stratenschulte in Sonderbewachung genommen wurde.

Lange Zeit schien Halingen trotzdem auf den vierten Saisonsieg zuzusteuern, aber nach dem 23:20 (45.) legten die Schützlinge von Christian Klute („ich hätte nie gedacht, dass wir mit elf Punkten Weihnachten feiern können“) insbesondere durch ihre Rückraumasse Berghoff und Jung zu, die zusammen mit Stratenschulte 29 Tore erzielten. Als Dodt freistehend das 31:29 verpasste, konterte der TVA, ging nach Bichmanns Fangfehler zum 30:31 selbst erstmals in Front und behielt in der hektischen Schlussphase die Nerven.

Wie Arnsberg konnte auch der VfL Eintracht Hagen III sein Punktekonto ausgleichen, ließ dabei gegen die auswärts weiter punktlose Reserve der SG Schalksmühle-Halver beim 39:32 nichts anbrennen. Zunächst lief es für die Gäste durchaus nach Plan, konnte bis zum 12:14 (19.) ein kleines Polster erarbeitet werden. Doch gegen die individuelle Klasse von Torjäger Wolf, der das Duell ,mit demn scharf bewachten und häufig scheiternden Herzog deutlich für sich entschied, fand die SG-Abwehr kein Mittel. „Das Team ist gut zusammengewachsen, wir können entspannt in die Winterpause gehen“, resümierte VfL-Coach Sascha Simec. Die Truppe von Jörg Klose und Eckart Herzig haderte mit der frühen dritten Zeitstrafe gegen Abwehrchef Knuth (35.) und beklagte weitere strittige Entscheidungen, die den auf 30:24 enteilenden Hagenern zugute kamen.

Mit Blick auf die Tabelle war das 27:27 des Vorletzten HSG Wetter/Grundschöttel gegen die HSV Werdohl/Versetal ein Bonuspunkt, doch der letztmals als Interimscoach fungierende Christian Dürwald (ihn lösen Thorsten Schran und Andre Heer ab)  konnte sich angesichts einer verschenkten 26:20-Führung (51.) über das Remis kaum freuen. Bestens eingestellt und vom überragend haltenden Keeper Alex Schmidt gestützt, gelang es der HSG, aus dem 1:3 eine 15:11-Pausenführung zu machen, war vor allem Braune kaum zu bremsen. „Uns fehlte die Aggressivität, das war eine unterirdische Vorstellung“, analysierte HSV-Trainer Kai Henning, der erst in der Endphase das Werdohler Kämpferherz entdeckte. Angetrieben von de Liello, setzte der Tabellendritte zu einer Aufholjagd an, die fast noch mit zum Sieg geführt hätte.

Auch die Punkteteilung beim 32:32 im Lokalderby zwischen der SG TuRa Halden-Herbeck und der HSG Hohenlimburg stimmte nur eine Partei froh. TuRa lief nämlich nach dem 11:11 stets einem bis zu sechs Tore betragenden Rückstand hinterher, musste zudem den frühen Ausfall von Pelka und ein nur kurzes Debüt von Homberger verdauen. Als die Hohenlimburger in Überzahl eine Minute vor Schluss durch den starken Bauer das 30:32 markierten, wähnten sie sich endgültig auf der Siegerstraße, doch Geisler und Appelbaum per Gegenstoß ließen am Ende nur die SG-Fans unter den 230 Besuchern jubeln. „Mich freut der Leistungsanstieg und die hohe Einsatzbereitschaft, aber letztlich war es ein bitterer Punktverlust“, sieht HSG-Coach Oliver Landsiedel seine Mannschaft weiterhin dick im Abstiegskampf verstrickt, während sein Kollege Rainer Woyck schmunzelte: „Mit dem Ergebnis könne wir alle gut leben.“

Der ASC Dortmund versinkt nach der vierten Schlappe in Serie im Mittelfeld, enttäuschte beim 16:25 gegen den erneut seine Abwehrstärke demonstrierenden Tabellenzweiten RE Schwelm vor allem in der Offensive. Bis zum 11:9 (35.) ging die Rechnung von Coach Hendrik Ernst noch auf, weil auch sein Team defensiv überzeugte, dabei von großer Ungenauigkeit der Schwelmer Schützen profitierte. Doch als Gästekeeper von Oepen einen Wurf nach dem anderen entschärfte, seiner jetzt konzentrierter abschließenden Vorderleute mit einem Fünfer-Pack die Führung übernahmen, bauten die Dortmunder erschreckend ab.

Warsteiner Handballspiele im Dezember sind nichts für Herzkranke: Nach dem Zittersieg in Dortmund und dem Remis gegen den Landesliga-Tabellenzweiten aus Schwelm entführte der VfS gestern Abend bei der daheim bislang verlustpunktfreien HSG Schwerte/Westhofen mit 30:30 (17:17) verdientermaßen einen Punkt und festigte damit seinen vierten Rang.

Die 30 mitgereisten Warsteiner Fans feierten insbesondere ihren Torhüter Michael Hölter, denn der Youngster bot wie schon in Aplerbeck eine herausragende Leistung, machte so manchen freien Wurf insbesondere der dynamischen Schwerter Rückraumkräfte Höntsch und Paukstadt zunichte. Aber auch seine Vorderleute legten sich gegen den besten Angriff der Liga, der daheim als Minusrekord (!) 37 Tore zu Buche stehen hatte, mächtig ins Zeug.

Trainer Michael Schorlemer hatte mit Lino Gericke auf Linksaußen eröffnet - ein Schachzug, der gleich zündete, denn Gericke sorgte per Doppelschlag für das 1:3. (5.) Sechs Minuten und vier Gegentore in Serie später legte der Coach jedoch die Grüne Karte auf den Tisch und polterte: "Was spielt ihr hier? Das kann nicht sein." Dann ließ er seine Schützlinge untereinander besprechen, wie es weitergehen soll. Sein Sohn Lars übernahm sofort Verantwortung und besorgte den Ausgleich. Überhaupt schien sich der VfS an den geharzten Ball gewöhnt zu haben, setzte mit zwei Unterzahltoren durch Schorlemer und Nagel zum 8:9 weitere Nadelstiche. Als Gericke, der inzwischen über halblinks in die Mitte gerückt war, das 9:12 (21.) markiert hatte, stand erstmals ein größerer Vorsprung auf der Habenseite. Doch eine Tempomannschaft wie Schwerte ist jederzeit in der Lage, in kürzester Zeit heranzukommen. So glich Nickolay mit frechem Heber gegen den langen Hölter zum 15:15 aus, stand auch zur Pause ein Unentschieden auf der Anzeigetafel.

Durchgang zwei eröffnete wieder der VfS mit einem Schorlemer-Doppelschlag, aber die HSG blieb völlig ungerührt, antwortete ihrerseits durch Höntsch, den neuen Rechtsaußen Alissa und Denissov mit für ihn typischem Dreher zum 22:20. Es deutete sich ein ganz enger Spielverlauf an, in dem jeder Fehler ausschlaggebend sein konnte. Schorlemer scheiterte per Strrafwurf an Emde, doch Hölter machte dies mit Glanztaten gegen Paukstadt und Nickolay (Gegenstoß) wieder wett. Bei letztmaliger Überzahl (die guten Hagener Schiedsrichter kamen mit insgesamt sechs Zeitstrafen und nur drei Siebenmetern aus) sorgten der nun häufiger bediente Kreisläufer Mues und Schorlemer für das 24:25 (50.). Schwerte aber konterte, legte trotz numerischer Unterlegenheit wieder vor und gestattete den Warsteinern in der Endphase jeweils nur noch den Ausgleich, was auch am technischen Fehler von Gericke (Ballannahme im Kreis) sowie einem abgepfiffenen Tor von Mues lag. Nachdem Ristovic, der trotz seiner Schulterbeschwerden neben Schorlemer im Angriff überragte, das 30:30 (58.) erzielt hatte, stellte die HSG mutig auf doppelte Manndeckung um. Pech für Gericke, dass sein Treffer wegen Stürnerfouls keine Anerkennung fand - eine ganze enge Entscheidung, der abwer beim VfS kaum jemand nachtrauerte, denn die Ruhrstädter konnten aus ihrem letzten Angriff  auch keinen Profit mehr ziehen, scheiterten letztlich durch Höntsch per Freiwurf am VfS-Abwehrblock.

HSG Schwerte/Westhofen – VfS Warstein 30:30 (17:17). HSG-Tore: Denissov (8), Paukstadt (8/2), Höntsch (6), Nickolay (3), Hengstenberg (3), Traumüller (1), Alissa (1). VfS-Tore: Schorlemer (11/1), Ristovic (8), Mues (5), Gericke (2), Furmaniak (2), Litz (1), Nagel (1).

SG TuRa Halden-Herbeck – HSG Hohenlimburg 32:32 (15:19). SG-Tore: Goebels (9), Segreff (8/2), Geisler (6), Grebe (5), Weiss (1), Pelka (1), Homberger (1), Appelbaum (1). HSG-Tore: Bauer (8), Brahimi (7/4), Jatzenko (5), Marks (4), Chwalek (3), Reinboth (2), Andjic (1), Paaschburg (1), Krause (1).

TV Westfalia Halingen – TV Arnsberg 32:33 (14:13). TVH-Tore: Ammelt (7/3), Selle (6), Dodt (4), Bichmann (4), Mick (4/4), Granitza (3), Strotkötter (1), Manger (1), Hennemann (1), Tröster (1). TVA-Tore: Jung (10/2), Stratenschulte (10/2), Berghoff (9), Bertmann (2), Babic (1), Linke (1).

HTV Sundwig/Westig – HSE Hamm II 36:27 (16:10). HTV-Tore: Klein (9/1), Köck (6), Schuff (5), Serafin (5), Dommermuth (3), Schulte (3), Zenka (3/1), Meisterjahn (2). HSE-Tore: Höhmann (6/3), Richter (5), Schulte (5), Norkowski (4), Andrä (2), Krause (2), Riediger (2), Janocha (1).

HSG Wetter/Grundschöttel – HSV Werdohl/Versetal 27:27 (15:11). HSG-Tore: Braune (9), Bonnermann (4/1), Apitius (3), Lüling (3), Stein (3), Ti. Zöllkau (3), Biermann (1), Trenkelbach (1/1). HSV-Tore: de Liello (11/6), van der Hurk (3), Hurlbrink (2), Lohmann (2), Dralus (2), Scheuermann (2), Blumberg (2), M. Lakic (1), J. Lakic (1), Burzlaff, Scheerer (1), Bluhm (1).

VfL Eintracht Hagen III – SG Schalksmühle-Halver II 39:32 (20:18). VfL-Tore: Wolf (12/4), Middeldorf (10), J. Stein (6), Gendig (4), Nottelmann (3), Ljekocaj (2), Kuhlemann (1), L. Stein (1). SG-Tore: Potberg (8), Herzog (7/5), Schneider (4), Tolksdorf (4), Knuth (2), Trimpop (2), Adam (1), Hotze (1), Ni. Leicht (1), Meisterjahn (1), Radziej (1).

 ASC Dortmund – RE Schwelm 16:25 (9:8). ASC-Tore: Feldmann (6/2), Reuter (4), Schlüter (2), Viefhaus (2), Fischer (1), Hümmecke (1). RE-Tore: Meuren (7), Rauhaus (6), Kunáth (4), Möller (3), Wojtek (3), Mpezirgiannis (1), Ring (1/1).


 

Spielübersicht

  • Herren I

  • Herren II

  • Damen

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Termine Aktuell


VfS feiert ... Saisonabschluss

Sa. 19.05.2012, 19:00 Uhr

Piano Bar, Warstein

Karten VVK (12 €) 
in der Werbe Werkstatt Warstein
Abendkasse (15 €)
Getränke & Essen inkl.



VfS on Tour - Jugendfahrt

Mit dem VfS 59 Warstein zur

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Sa. 30.06.2012

Abfahrt: 08:30 Uhr DFH

Rückkehr: ca. 19:00

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Tabelle

  Heim  GesamtAuswärts
  DP
HSV Werdohl/Versetal10426:0
HTV Sundwig Westig7625:1
HSG Schwerte-Westhofen6620:6
ASC 09 Dortmund6619:7
SG Schalksmühle-Halver 23017:9
TV Arnsberg1216:10
RE Schwelm-815:11
VfL Eintr. Hagen 31015:11
TV Westfalia Halingen2115:11
10 VfS 59 Warstein1114:12
11 HSG Hohenlimburg413:13
12 HSG/Wetter/Grundschöttel-2713:13
13 SG TuRa Halden-Herbeck-712:14
14 HSE Hamm 2-169:17
  DP
HSV Werdohl/Versetal13442:10
HTV Sundwig Westig13241:11
HSG Schwerte-Westhofen7934:18
ASC 09 Dortmund8033:19
RE Schwelm-1630:22
HSG Hohenlimburg-3023:29
SG Schalksmühle-Halver 2-1523:29
TV Arnsberg-3723:29
9 VfS 59 Warstein-1823:29
10 TV Westfalia Halingen-2122:30
11 VfL Eintr. Hagen 3-3921:31
12 HSG/Wetter/Grundschöttel-8518:34
13 SG TuRa Halden-Herbeck-7318:34
14 HSE Hamm 2-9113:39
  DP
HTV Sundwig Westig5616:10
HSV Werdohl/Versetal3016:10
RE Schwelm-815:11
ASC 09 Dortmund1414:12
HSG Schwerte-Westhofen1314:12
HSG Hohenlimburg-3410:16
7 VfS 59 Warstein-299:17
TV Arnsberg-497:19
TV Westfalia Halingen-427:19
10 SG Schalksmühle-Halver 2-456:20
11 SG TuRa Halden-Herbeck-666:20
12 VfL Eintr. Hagen 3-496:20
13 HSG/Wetter/Grundschöttel-585:21
14 HSE Hamm 2-754:22

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