

Von Michael Schütz
Unentschieden sind im Handball höchst selten. Nicht Fisch, nicht Fleisch. So kann auch der bisherige Saisonverlauf des Landesligisten VfS Warstein charakterisiert werden.Zweimal in Folge teilte der VfS mit seinen Gegnern (RE Schwelm und HSG Schwerte-Westhofen) die Punkte. Das hat noch größeren Seltenheitswert als ein einzelnes Remis. Das sieht auch Warsteins Trainer Michael Schorlemer so: „Aus den letzten drei Spielen waren auch 0:6 Punkte möglich, dann steckten wir im Abstiegskampf.“ Wie wahr: Vor den beiden Unentschieden hatten die Wästerstädter 29:28 beim ASC Dortmund gewonnen.
Abstiegskampf ist bei den Warsteinern vor der verdienten Weihnachtspause natürlich kein Thema mehr. In Sachen Titelkampf lässt sich Schorlemer noch ein kleines Hintertürchen offen: „Wir spielen am letzten Spieltag am 12. Mai zu Hause gegen Topfavorit Sundwig-Westig. Es wäre genial, wenn wir da noch eine Chance hätten.“
Das ist allerdings noch ein weiter Weg. Zuvor müssten die Warsteiner drei Zähler auf den HTV aufholen. Zum Hinrundenausklang am Samstag, 21. Januar 2012, gastiert der VfS in Hemer. Der Handballer Michael Schorlemer zieht einen Vergleich zur ganz großen Fußball-Welt: „Das ist wie in der Champions League mit Bayer Leverkusen. Sundwig-Westig ist unser Barcelona.“ Soll heißen: Warstein ist beim Tabellenführer klarer Außenseiter, hat aber auf der anderen Seite nichts zu verlieren.
Schorlemer ist mit dem Abschneiden seiner Mannschaft nach elf Spielen unter dem Strich zufrieden: „Wir liegen im Rahmen der von uns gesteckten Ziele, die oben mitspielen, also Platz ein bis fünf, lauteten. Nach den Niederlagen gegen Hohenlimburg und in Schalksmühle-Halver II wurde es eng. Aber jetzt liegen wir wieder absolut im Soll.“
Großes Lob
Als Gewinner der Vorrunde sieht Michael Schorlemer schon jetzt seine neue Nummer eins zwischen den Pfosten - Michael Hölter. Den baumlangen Schlussmann lobte der Zahnarzt über den grünen Klee. Schorlemer: „Er arbeitet gut mit Torwart-Trainer Klaus Maletzki zusammen. Er hatte als Nummer zwei nie lange Einsatzzeiten. Wie er das jetzt macht, ist schon klasse. Kein Wunder, dass er eine Einladung zum Probetraining beim Bundesligisten VfL Gummersbach bekam.“



