

Von Thorsten Heinke
Von Warstein bis Schwerte sind es rund 80 Kilometer; Fahrtzeit mit dem Auto circa 1 Stunde. Etwas länger unterwegs sein dürfte am Sonntag Klaus Bittern, Busfahrer des VfS Warstein. Zum einen drohen wegen des am Wochenende angekündigten Schneefalls schwierige Straßenverhältnisse, zum anderen hat Bittern gleich zwei Mannschaften des VfS „im Gepäck“.Der Spielplan will es so, dass sowohl die erste- als auch zweite Herrenmannschaft am Sonntag ihre letzten Meisterschaftsspiele des Jahres im östlichen Ruhrgebiet (Schwerte) austragen muss. Während die Partie der Landesliga-Herren um 17.30 Uhr in der Sporthalle des Friedrich-Bährens-Gymnasiums beginnt, muss die zweite Mannschaft – Luftlinie rund 800 Meter – in der Kreisliga beim Tabellenführer HVE Villigst/Ergste (Anwurf: 18 Uhr, Sporthalle Gänsewinkel) antreten.
Vor einer durchaus „kniffligen Aufgabe“, wie sie VfS-Coach Michael Schorlemer bezeichnet, steht die erste Mannschaft. Schwerte/Westhofen weist bis dato eine makellose Heimbilanz auf (fünf Spiele, fünf Siege) und zählt mit 11:9-Punkten zum erweiterten Kreis der Teams, die am Ende ganz oben stehen könnten. „Wir werden alles abrufen müssen, um dort bestehen zu können“, weiß Warsteins Trainer Michael Schorlemer.
Paradestück des Gastgebers ist die Offensive. „Die können ein unglaubliches Tempo gehen. Verwundbar sind sie in der Defensive, aber wir dürfen es nicht zulassen, dass sie ihr Tempogegenstoß-Spiel aufziehen können“, hat Schorlemer großen Respekt vor den pfeilschnellen Spielern der HSG.
So wird auf Warsteiner Seite viel von der Abwehrarbeit abhängen. Als Stabilisator hat sich Tobias Nagel wieder einsatzfähig gemeldet. Auch Thorsten Grunwald kann nach seinem Peking-Trip eine wertvolle Alternative sein. Bis auf den Langzeitverletzten Philipp Schmitt hat Michael Schorlemer also alle Mann an Bord.
Mit einem Sieg in Schwerte würden sich die Warsteiner alle Optionen für die restlichen beiden Spiele der Hinserie (zu Beginn des neuen Jahres zu Hause gegen Wetter und eine Woche später beim Tabellenführer Sundwig/Westig) offen halten. „Ziel war es vor der Saison, oben mitzuspielen. Bislang sind wir dem gerecht geworden. Wichtiger aber ist mir, dass ich eine Entwicklung innerhalb der Mannschaft sehe. Diesen Weg wollen wir weitergehen“, sagt Schorlemer.
Der Fanbus des VfS Warstein fährt am Sonntag um 15.15 Uhr an der Dreifachturnhalle Warstein ab.




