

Von Harald Struff
„Jede Mannschaft hat in einer Saison mal eine kleine Krise. Wir hatten sie auch – und haben sie jetzt hoffentlich hinter uns gelassen“: Klar im Aufwind sieht Trainer Michael Schorlemer die Landesligahandballer des VfS Warstein, nachdem sie beim ASC Dortmund (29:28-Sieg) und gegen Rote-Erde Schwelm (24:24-Remis) zwei Meisterschaftsspiele aneinander reihen konnten, die bis zu letzten Würfen in allerletzten Sekunden hochdramatisch verliefen und mit drei Punkterfolgen belohnt wurden.Zwar haben die Warsteiner am Samstagabend den ganz großen Wurf verpasst, in der Tabelle von Platz fünf auf Rang zwei zu klettern, damit den Rückstand auf Spitzenreiter Sundwig/Westig auf drei Punkte zu verkürzen. Denn eine bis vier Minuten vor Schluss bestehende Drei-Tore-Führung (24:21) gegen Ex-Tabellenführer Schwelm brachten sie nicht als siebten Saisonsieg ins Ziel.
Doch allzu sehr wollte Schorlemer um die vergebene Gewinnchance nicht trauern: „Auch wenn wir jetzt nicht gewonnen haben: Das ist ein Spiel, auf das wir aufbauen können. Ich sage immer, dass wir ganz junge Leute dabei haben, auf der anderen Seite dafür ein Torwart steht, der schon Regionalliga gespielt hat und mit seinen gefühlten 50 Jahren seine Sache natürlich unheimlich clever und geschickt gemacht hat.“ An jenem Torwart-Oldie Volker von Oepen biss sich in der Schlussphase vor allem VfS-Torjäger Boban Ristovic die Zähne aus, als er den entscheidenden, siegbringenden Treffer nicht setzen konnte.
Abwehren konnte Warstein immerhin eine am Ende noch drohende Niederlage; nach der „Tief-Phase“ gegen Hohenlimburg (24:27), Schalksmühle/Halver II (30:38) und Werdohl (23:30) wäre es die vierte gewesen. Sie zu vermeiden, ist auch das Ziel am kommenden Wochenende, wenn Warstein das zweite Auswärtsspiel in Folge an einem Sonntag austrägt, dann ab 17.30 Uhr beim Tabellensechsten Schwerte/Westhofen antritt. Schorlemer: „Das wird eine ganz schwere Auswärtspartie. Die Schwerter spielen wieder ganz anders als Schwelm. Sie spielen rasend schnell nach vorn und kontern, stellen die Abwehr dabei nicht so in den Vordergrund. Wir haben aus den letzten drei Spielen drei Punkte von sechs möglichen geholt. Ich würde noch gerne zwei dazu machen – schau’n wir mal...“
Denn einen Platz unter den ersten Fünf in der Tabelle will Schorlemer mit seiner Mannschaft nicht mehr preis geben: „Das ist unser Saisonziel. Und das gebe ich so schnell nicht auf.“
Der VfS setzt am Sonntag einen Fanbus ein. Abfahrt ab Dreifachturnhalle ist um 15.15 Uhr.



