

Von Thorsten Heinke
In 15 Tagen ist Weihnachten, und Michael Schorlemer, Trainer des Handball-Landesligisten VfS Warstein, wünscht sich für die letzten beiden Spiele des Jahres „keine böse Bescherung“.Viele Höhen und Tiefen hat Schorlemer mit seiner Mannschaft in dieser Saison bereits erlebt. Dass die Warsteiner als Fünfter mit 12:6-Punkten immer noch zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten zählen, zeigt, wie ausgeglichen die Landesliga ist. „So eine verrückte Saison habe ich noch nie erlebt“, sagt Schorlemer vor dem letzten Heimspiel des Jahres am Samstag (19.45 Uhr, Dreifachturnhalle) gegen den Tabellenzweiten Rote Erde Schwelm (14:4).
Schorlemer: „Es ist fast schon unglaublich, dass Schwelm mit einem negativen Torverhältnis Zweiter ist. Das unterstreicht meine These, dass in dieser Liga vieles möglich ist.“
Nach dem nicht ganz erwarteten 29:28-Triumph am vergangenen Wochenende beim ASC Dortmund (Schorlemer sprach nachher sogar von „Bonuspunkten“) wollen die Warsteiner bis Weihnachten versuchen, weiter ihre Linie durchzuziehen. Schorlemer hatte die beiden Zähler in Dortmund nach eigener Aussage „nicht unbedingt eingeplant“, das Heimspiel gegen Schwelm wollte er eher dazu nutzen, um wichtige Punkte einzufahren. „Schwelm hat seine Spiele immer relativ knapp gewonnen. Für uns ist da auf jeden Fall was möglich. Viel wird von der Tagesform abhängen und wie Schwelm den Kliche-Abgang und das 23:33 letzte Woche gegen Werdohl verkraftet hat“, sagt Schorlemer.
Seine Mannschaft habe in dieser Woche gut trainiert, so Schorlemer, der erneut auf Leistungsträger Philipp Schmitt verzichten muss. Seine Daumenverletzung lässt in diesem Jahr keinen Einsatz mehr zu. Bei Tobias Nagel fällt erst beim heutigen Abschlusstraining eine Entscheidung, ob er mit seiner im Werdohl-Spiel erlittenen Rippenverletzung auflaufen kann.
Bei Thorsten Grunwald sieht die Sache dagegen klarer aus. Grunwald weilt für zwei Wochen in Peking. „Dafür wird uns Jonas Bittern aushelfen“, hat sich Schorlemer bereits die Dienste des Münsteraner Studenten gesichert. Vorher soll Bittern aber zumindest eine Halbzeit lang im Spiel der zweiten Mannschaft gegen Platte Heide (Anwurf: 18 Uhr, Dreifachturnhalle) zum Einsatz kommen.



