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Langeweile ist in dieser Handball-Landesliga-Saison ein Fremdwort. Auch in Runde neun gab es verblüffende Resultate, kletterte der Titelfavorit HTV Sundwig/Westig trotz einer äußerst dürftigen Vorstellung wieder auf Platz eins.

Schützenhilfe leistete dabei die HSV Werdohl/Versetal, die ihre zwischenzeitlich schon zurückgeschraubten Ambitionen mit dem 33:23-Kantersieg beim Tabellenführer RE Schwelm neu belebten. Ausgerechnet im Abschiedsspiel von Kreisläufer Kevin Kliche, der den Verein nach 17 Jahren verlässt und in zwei Monaten für den benachbarten Verbandsligisten Gevelsberg-Silschede spielen wird, boten die Schwelmer ihre schwächste Saisonleistung. . „Wir haben nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, resümierte Spielertrainer Christian Wojtek, der insbesondere die Mängel im Rückraum und in der Deckungsarbeit anführte. Knackpunkt war die Phase nach dem 14:16 (40.), als den hoch konzentrierten und ihre spielerische Klasse demonstrierenden Werdohler acht Tore in Serie erzielten. „Wir haben dort weitergemacht, wo wir gegen Warstein aufgehört haben“, freute sich HSV-Trainer Kai Henning, der vor allem die Defensivarbeit im zweiten Abschnitt und die variablen Torwürfe lobte.

Eigentlich hätte der HTV Sundwig/Westig allen Grund zu überschäumendem Jubel gehabt, denn das 23:22 über die HSG Hohenlimburg kam ausgesprochen glücklich zustande, da die ohnehin ohne ihren Hauptschützen Brahimi angetretenen Gäste im Laufe der zweiten Hälfte noch Krause (Pferdekuss) und Köhl (Mittelhandbruch) verloren, auch Becker (Schulterprellung) kaum noch einsetzen konnten. Freude kam aber weder bei den vom Auftritt ihrer Mannschaft ziemlich enttäuschten 250 Fans noch bei Trainer Arnd Wefing auf: „Das Ergebnis war noch das Beste an diesem Spiel. Die Leistungskurve geht aus Gründen, die ich nicht öffentlich nennen will, derzeit abwärts.“ Überragende Akteur auf dem Feld waren HSG-Keeper Blömer, der jeden zweiten HTV-Wurf entschärfte. Auch Linksaußen Chwalek bereitete der immerhin hohen Einsatz zeigenden Hemeraner Abwehr viel Kopfzerbrechen. Offensiv tat sich beim HTV neben Serafin nur der angeschlagene Klein hervor, blieb es jedoch Zenka vorbehalten, mit seinem einzigen Feldtor das entscheidende 23:21 zu erzielen. „Bitter für uns, mindestens einen Punkt hätte sich die Mannschaft verdient“, trauerte Gästecoach Landsiedel die vielen vergebenen Möglichkeiten über Rechtsaußen und am Kreis nach.

Den leichtesten Job hatte die HSG Schwerte/Westhofen beim 42:26 über Schlusslicht HSE Hamm II zu verrichten. Die ersatzgeschwächten Gäste agierten zwar 40 Minuten lang im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr geschickt, verschleppten das Tempo und schlossen so präzise ab, dass die HSG nicht zum Konter kam. Doch nach dem 19:17 begann die große Show des Linksaußen Denissov, der die nächsten sechs Schwerter Treffer zum 25:19 erzielte und es auf insgesamt 14 Treffer brachte, obwohl er bei den Gegenstößen „Konkurrenz“ durch Mittelmann Nickolay erhielt. Als Norkowski nämlich mit dritter Zeitstrafe (45.) dauerhaft vom Feld musste, die Truppe von Sven Heinlein aber weiter überhastete den Abschluss suchte, war der Weg frei für eine rekordträchtige Offensivgala der HSG mit Torverdoppelung in den letzten 19 Minuten.

Der VfL Eintracht Hagen III musste sich trotz einer grandiosen Auftaktphase mit 14:4-Führung (15.) am Ende mit einem 30:30 gegen den TV Arnsberg begnügen. „Wir kamen mit der Arnsberger SAbwehr-Umstellung nicht zurecht und haben uns zahlreiche Gegenstöße eingefangen“, resümierte Eintracht-Coach Lars Breuer, der seinen Goalgtter Wolf lobte: „Er übernimmt im Moment eine Menge Verantwortung“. „Es ist ein gewonnener Punkt, denn wir haben 40 Minuten lang grottenschlecht gespielt“, meinte TVA-Coach Christian Klute, der nach dem 12:21 (42.) aber miterleben durfte, wie ein Ruck durch seine Mannschaft ging. Stratenschulte und Jung bliesen zur Aufholjagd, die am Ende fast noch den Sieg (vergebene Gegenstoß bei doppelter Überzahl) gebracht hätte.

Zwei ganz wichtige Zähler fuhr die SG TuRa Halden/Herbeck mit dem 30:28 über den Drittletzten TV Westfalia Halingen ein. Obwohl Grebe früh mit einer Platzwunde ausschied, zudem die Abschlussquote zu wünschen übrig ließ, behielt die Truppe von Rainer Woyck dank hoher Deckungsintensität und eines starken Keepers Hering verdient die Oberhand. „Die haben ganz lange den Ball gehalten und irgendwann trotzdem leichte Tore erzielt“, beklagte der neue Halinger Coach defensive Nachlässigkeiten, war aber auch mit dem Angriff nicht zufrieden: „Wenn es bei Warland und Ammelt wie diesmal nicht rund läuft, kommt von den anderen Spielen zu wenig Entlastung.“

Der Einstand des reaktivierten Trainers Christian Dürwald bei der HSG Wetter/Grundschöttel hingegen glückte, denn sein Team landete gegen die auswärts weiterhin punktlose SG Schalksmühle/Halver II mit 38:34 den zweiten Saisonsieg, verkürzte den Rückstand zum rettenden Ufer auf drei Zähler. Nach dem 2:6 (7.) steigerten sich die Wetteraner, unterbanden mit besserem Kombinationsspiel die gefürchteten SG-Konter. Zudem wurde Schalksmühles Goalgetter Herzog bei nur zwei Feldtoren gehalten. Hingegen waren auf HSG-Seite Braune und Trenkelbach kaum zu stoppen, sorgten dafür, dass nach der Roten Karte für O. Stein aus dem 24:25 ein 28:26 wurde. Dank der größeren Willenskraft bauten die Hausherren diesen Vorsprung noch aus.

Für den größten Paukenschlag sorgte der VfS Warstein, der den Heimnimbus des ASC Dortmund mit 29:28 knackte, dabei den Grundstein zum Sieg in einer viele Bälle blockenden 6:0-Abwehr legte, hinter der Nachwuchskeeper Hölter sein deutlich bestes Saisonspiel machte und seine Topleistung in der Endphase, als Warstein in dreifacher Unterzahl agierte, mit zwei Glanzparaden krönte. Bärenstark auch der Halblinke Ristovic, und weil auch die Youngster Manderfeld und Gericke wichtige Tore erzielten, gelang es den spielerisch durchaus gefälligen Dortmunder nicht, den 14:18-Rückstand zu drehen. ASC-Trainer Hendrik Ernst kommentierte die zweite Niederlage in Serie: „Es reicht nicht, gegen eine hoch motivierte wie Warstein erst nach 38 Minuten den Kampf anzunehmen.“ Sein Kollege Michael Schorlemer jubelte: „Wir haben letzte Woche mehr geredet als trainiert. Die Jungs haben eine ganz andere Körpersprache gezeigt als zuletzt in Werdohl.“

HTV Sundwig/Westig – HSG Hohenlimburg 23:22 (10:11). HTV-Tore: Klein (8/2), Serafin (5), Schuff (2), Dommermuth (2), Zenka (2/1), Luther (1), Köck (1), Gallus (1), Heinemann (1). HSG-Tore: Chwalek (9/3), Bauer (6/1), Becker (2), Jatzenko (2), Köhl (1), Kind (1), Krause (1).

HSG Schwerte/Westhofen – HSE Hamm II 46:22 (15:11). HSG-Tore: Denissov (14), Nickolay (8), Thäsler (7), Höntsch (4), Alissa (4), Ciomber (4/2), Klostermann (1), HSE-Tore:  Schulte (7), Riediger (6), Norkowski (4/1), Lewandowski (3), Möller (2), Krause (2/2), Andrä (1), Heinlein (1).

RE Schwelm – HSV Werdohl/Versetal 23:33 (8:12). RE-Tore: Möller (5), Rauhaus (4), Kunath (3), Ring (3/1), Arndt (2), Meuren (2), Mperzigiannis (2), Wojtek (2). HSV-Tore: de Liello (8/4), Dralus (7), Bluhm (6), Hurlbrink (4/4), Lohmann (3), Burzlaff (2), van der Hurk (2), Scheerer (1).

HSG Wetter/Grundschöttel - SG Schalksmühle-Halver II 38:34 (18:16). HSG-Tore: Trenkelbach (14/9), Braune (11), Bonnermann (5), Biermann (3), Pyde (2), Zöllkau (2), Lüling (1). SG-Tore: Herzog (8/6), Trimpop (7), Knuth (6), Radziej (4), Potberg (3), Schneider (3), Ni. Leicht (2), Tolksdorf (1).

SG TuRa Halden-Herbeck – TV Westfalia Halingen 30:28 (17:14). SG-Tore: Goebels (9), Segreff (7/5), Klein (3), Appelbaum (2), Grebe (2), Jeszuzek (2), Pelka (2), Weiß (2), Geisler (1). TVW-Tore: Warland (8/4), Ammelt (6), Selle (5), Bichmann (3), Strotkötter (3), Dodt (2), Granitza (1).

VfL Eintracht Hagen III – TV Arnsberg 30:30 (16:10). VfL-Tore: Wolf (10), Middeldorf (5), Nottelmann (5), Ljekocaj (4), Gendig (2), J. Stein (2), T. Stein (1), Steinhoff (1). TVA-Tore: Stratenschulte (12/4), Jung (8), Klute (4), Berghoff (3), Babic (2), Bertmann (1).

ASC 09 Dortmund – VfS Warstein 28:29 (14:15). ASC-Tore: Feldmann (9/2), Reuter (4), Hümmecke (4), Fischer (4/2), Bovensmann (3), Busacca (2), Polinski (1), Schlüter (1). VfS-Tore: Ristovic (9), Schorlemer (8/6), Manderfeld (4), Mues (3), Gericke (3/1), Grunwald (1), Furmaniak (1).

 

Spielübersicht

  • Herren I

  • Herren II

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Termine Aktuell


VfS feiert ... Saisonabschluss

Sa. 19.05.2012, 19:00 Uhr

Piano Bar, Warstein

Karten VVK (12 €) 
in der Werbe Werkstatt Warstein
Abendkasse (15 €)
Getränke & Essen inkl.



VfS on Tour - Jugendfahrt

Mit dem VfS 59 Warstein zur

ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen

Sa. 30.06.2012

Abfahrt: 08:30 Uhr DFH

Rückkehr: ca. 19:00

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Tabelle

  Heim  GesamtAuswärts
  DP
HSV Werdohl/Versetal10426:0
HTV Sundwig Westig7625:1
HSG Schwerte-Westhofen6620:6
ASC 09 Dortmund6619:7
SG Schalksmühle-Halver 23017:9
TV Arnsberg1216:10
RE Schwelm-815:11
VfL Eintr. Hagen 31015:11
TV Westfalia Halingen2115:11
10 VfS 59 Warstein1114:12
11 HSG Hohenlimburg413:13
12 HSG/Wetter/Grundschöttel-2713:13
13 SG TuRa Halden-Herbeck-712:14
14 HSE Hamm 2-169:17
  DP
HSV Werdohl/Versetal13442:10
HTV Sundwig Westig13241:11
HSG Schwerte-Westhofen7934:18
ASC 09 Dortmund8033:19
RE Schwelm-1630:22
HSG Hohenlimburg-3023:29
SG Schalksmühle-Halver 2-1523:29
TV Arnsberg-3723:29
9 VfS 59 Warstein-1823:29
10 TV Westfalia Halingen-2122:30
11 VfL Eintr. Hagen 3-3921:31
12 HSG/Wetter/Grundschöttel-8518:34
13 SG TuRa Halden-Herbeck-7318:34
14 HSE Hamm 2-9113:39
  DP
HTV Sundwig Westig5616:10
HSV Werdohl/Versetal3016:10
RE Schwelm-815:11
ASC 09 Dortmund1414:12
HSG Schwerte-Westhofen1314:12
HSG Hohenlimburg-3410:16
7 VfS 59 Warstein-299:17
TV Arnsberg-497:19
TV Westfalia Halingen-427:19
10 SG Schalksmühle-Halver 2-456:20
11 SG TuRa Halden-Herbeck-666:20
12 VfL Eintr. Hagen 3-496:20
13 HSG/Wetter/Grundschöttel-585:21
14 HSE Hamm 2-754:22

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