

Von Thorsten Heinke
Nur 23 erzielte Tore ist absoluter Saison-Minusrekord.Handball-Landesligist VfS Warstein musste die zweite Auswärtsschlappe in Folge einstecken, unterlag bei Absteiger HSV Werdohl/Versetal am Ende etwas zu hoch mit 23:30 (13:13), weil die Warsteiner das Spiel lange offen gestalten konnten.
VfS-Coach Michael Schorlemer sprach nachher von einem „Einbruch in der Schlussphase, der seiner Mannschaft ein besseres Ergebnis gekostet hat“.
Dabei begegneten sich beide Mannschaften lange Zeit auf Augenhöhe. Die 3:2:1-Deckung des VfS funktionierte zunächst exzellent, Warstein führte zwischenzeitlich sogar mit zwei Toren. Als Trainer Michael Schorlemer aber zum Improvisieren gezwungen wurde, weil sich Abwehrchef Tobias Nagel eine Rippenverletzung zugezogen hatte (Schorlemer: „Tobi wurde da richtig in die Rippen gekloppt“), bekam Werdohl Oberwasser. Die nun von Schorlemer neu ausgerichtete Defensiv-Taktik, die beiden vermeintlich stärksten Werdohler in Manndeckung zu nehmen, war der berühmte Griff ins Klo. „Das Vier gegen Vier hat überhaupt nicht funktioniert. Da hat Werdohl, das ohnehin sehr robust gespielt hat, uns den Schneid abgekauft. Meine junge Mannschaft hat sich davon einschüchtern lassen. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer“, sagte Schorlemer.
Hinzu kam in dieser Schlussphase eine unterirdisch schlechte Warsteiner Wurfquote. Schorlemer: „Wir haben im Torabschluss teilweise sehr unglücklich agiert, gerade gegen Ende der Partie.“
Von der am Ende sicherlich verdienten, nach Warsteiner Meinung aber zu hoch ausgefallenen Niederlage, wollen sich die VfS’ler nicht entmutigen lassen.
Schorlemer: „Man braucht sich nur die Ergebnisse dieses Spieltages anzugucken. Arnsberg schlägt Sundwig/Westig, Halden-Herbeck Dortmund. Das zeigt, wie ausgeglichen die Liga ist und das Jeder Jeden schlagen kann. Die ersten 45 Minuten sollten uns Mut für die nächsten schweren Aufgaben geben. Unser Hauptproblem ist im Moment vorne. Da werden es immer weniger Tore. Gegen Halingen und Hamm 25, jetzt in Werdohl sogar nur 23. Da müssen wir uns verbessern.“
VfS Warstein: Hölter, Petig (n.e.); Schorlemer (11/5), Ristovic (5), Furmaniak (1), Mues (1), Litz, Grunwald, Nagel (1), Manderfeld (2), Sobkowiak (2), Gericke, Aslan.
Nächster Spieltag:
Sonntag, 4. Dezember, 16 Uhr: ASC Dortmund - Warstein



