

Von Thorsten Heinke
Vor dem Gastspiel des VfS Warstein bei Verbandsliga-Absteiger HSV Werdohl/Versetal (Samstag, 19 Uhr, Sporthalle Riesei) zieht Warsteins Trainer Michael Schorlemer im Gespräch mit unserer Zeitung eine erste Zwischenbilanz.
Wie lautet Ihr Fazit nach gut einem Drittel der Saison?
Mit der Vorbereitung und den ersten Saisonspielen war ich sehr zufrieden. Unnötig war dann die Niederlage zu Hause gegen Hohenlimburg. Ich verstehe bis heute nicht, warum wir dieses Spiel verloren haben. Das habe ich meiner Mannschaft am Dienstag beim Training auch noch einmal so gesagt. Zu ändern ist es jetzt ohnehin nicht mehr. Wir müssen es akzeptieren. Die Niederlage in Schalksmühle dagegen ist kein Beinbruch. Das ist eine gute Mannschaft. Wir hatten einen schlechten Tag und haben am Ende auch verdient verloren. In den letzten Wochen ist durch das beginnende Studium unsere Trainingsbeteiligung doch rapide in den Keller gegangen. Da ist es für die Spieler dann manchmal schwer, in den entscheidenden Momenten den Schalter umzulegen.
10:4-Punkte stehen nach sieben Spielen zu Buche. Sieht der Trainer seine Mannschaft im Soll?
Wenn wir das Hohenlimburg-Spiel mal rausnehmen, würde ich sagen ja.
Nun stehen in den nächsten Wochen drei Auswärtsspiele auf dem Programm. Kann man da von einem heißen Dezember sprechen?
Ganz gewiss. Schon nach dem Spiel am Samstag wissen wir, wo wir stehen. Und die Aufgaben danach sind auch nicht viel leichter.
Am Samstag ist der VfS beim heimstarken HSV Werdohl/Versetal zu Gast. Was erwartet euch da?
Wir sind nicht unbedingt Favorit. Werdohl verfügt über einen starken und sehr erfahrenen Rückraum, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Auch auf Rechtsaußen sind sie gut besetzt. Ich habe sie in Dortmund beobachtet und muss sagen, das wird eine extrem schwere Aufgabe für uns. Wenn wir das Spiel lange offen halten können, so etwa bis zur 50. Minute, rechne ich mir durchaus Chancen aus. Eines ist aber auch klar: Werdohl steht mit sechs Miesen bereits mit dem Rücken zur Wand. Wenn sie gegen uns verlieren würden, wäre der Ofen nach ganz oben vorzeitig aus. Deshalb müssen wir uns auf einen hochmotivierten Gegner einstellen.
Wie sieht es personell für das Spiel am Samstag aus?
Der Einsatz von Tobi Nagel ist weiter ungewiss. Bei Torhüter Christian Petig kann ich Entwarnung geben. Er hatte sich ja im Spiel gegen Hamm eine Fußverletzung bei einem Zweikampf, der zu seiner Roten Karte führte, zugezogen. Auch Markus Sobkowiak hat seine Sperre abgesessen.



